Sterbebildausstellung im Pfarrheim

Ahnenforscher besuchten Sterbebildausstellung

Über 200 neugierige Besucher im Pfarrheim – Ältestes Exemplar von 1872

Schnaitsee (ju) Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen anlässlich des 1100-jährigen Bestehens Schnaitsees beteiligte sich der Katholkische Frauenbund zusmmen mit dem Heimatverein mit einer sehr umfangreichen Ausstellung von Sterbebildern. Diese waren in akribischer Arbeit gesammelt und katalogisiert worden. Sehr viele Bilder stammen aus dem Fundus des langjährigen Schnaitseer Bestattungsunternehmer Alois Fischer. Alle anderen wurden nach Jahrgängen von Kathi Hellmeier sortiert und in den Ordnern ausgelegt. Neben den Bildern gab es auch Exemplare aus der Bestattungskultur der letzten Jahrhunderte zu sehen.. Das älteste gefundene Bild stammt aus dem Jahr 1872. Am 19. Juni verunglückte Simon Brunner, Lehnerbauer von Schabinghof, bei einem Pferdesturz tödlich. Sehr viele Erinnerungen boten die Bilder der gefallenen und vermissten Soldaten der beiden Weltkriege. Besonders tragisch waren auch die Todesfälle von Kindern. So zeugt ein Bild vom Tod von Rosa Lamprecht aus Kaltenbrunn im Alter von zehn Jahren. Sie wurde am Heiligen Abend beerdigt. Damals stand in der Heimatzeitung: „Von einem schmerzlichen Verlust heimgesucht wurde die Familie der Kaltenbrunnerbauernfamilie Lamprecht, indem der Todesengel das liebe Töchterlein Rosa an der heimtückischen Diphterie dahingerafft hat.“ Solche und viele ähnliche Bilder ließen die Betrachter in ihren Gedanken weit zurückschweifen.

Zu den über 200 Besuchern am Samstag und Sonntag gehörten auch auswärtige Gäste, die Bilder ihrer Familienahnen suchten oder gar selber die Ahnenforschung betreiben. An den Kaffeetischen konnte das Gesehene bei gutem Austausch aufgearbeitet werden. Für Kaffee und Kuchen sorgten die fleißigen Helferinnen des Frauenbundes.   

Bericht und Fotos von Josef Unterforsthuber


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